Eine kleine Geschichte der Heki-ryu Bishu Chikurin-ha
und der
Shibata Familie
Drei Kalligraphien
von Kobun Chino Roshi

Gako-Kyūdōjō
Heki-ryu Bishu Chikurin-ha

Kyudo-Traditionen im Vergleich
Die letzte thematische Sonntagspraxis in diesem Jahr am 4. Oktober widmete sich dem Thema „Kyudo-Traditionen im Vergleich“.
Ziel der Veranstaltung war es, im Vergleich mit anderen Kyudoformen und -traditionen die Besonderheiten unserer Schule - der Heki-ryu Bishu Chikkurin-ha - in ihrer historischen Entwicklung besser zu verstehen. Als spezieller Gast eingeladen war Diethard Leopold von Verein Seishin (6. Dan), um die Shomen-Technik zu demonstrieren und Fragen zu beantworten.
In seinen einführendem Worten verwies Alfred auf die zwei zentralen historischen Ursprünge de Kyudo:
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einerseits auf das zeremonielle, höfische Bogenschießen in Konfuzianischer Tradition wie es exemplarisch die Ogasawara-Schule repräsentiert,
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andererseits auf die Heki- Schulen, die sich aus der Kriegstechnik des Bogenschießens entwickelten.
Der augenfälligste Unterschied zwischen beiden Formen besteht im Shomen- bzw. Shamen Uchi-okoshi, wobei der Yumi entweder zentral vor dem Körper (=Shomen), bzw. auf der linken Seiten (=Shamen) gehoben wird. Steht bei den Shomen-Formen die Eleganz im Vordergrund, ist es bei den Shamen -Formen eher der Effizienz.
Diethard betonte aus seiner Erfahrung als Kyudo-Lehrer, dass es auch den Anfängern im Rahmen des ANKF (All Nippon Kyudo Assoziation) keineswegs primär um das Treffen der Zielscheibe geht, sondern um eine ganzheitlich-spirituelle Erfahrung.
Anschließend demonstrierte Diethard die Shomen-Grundform (Hassetsu) am Makiwara und beantwortet Fragen dazu. Lukas zeigte im Vergleich unsere eigene Grundform Shichido. Beides wurde eingehend diskutiert.
Darauf konnten alle Interessierten unter Anleitung Diethards die Shomen-From ausprobieren.









